Ingolf Bossenz 05.04.2014 / Kultur

Es geht auch ohne Gott

Hubertus Mynarek über die Rangordnung der Werte und den Platz des Religiösen

Wussten Sie, dass der jetzt geschasste Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst einer der schärfsten Kritiker von Christian Wulff war, als der noch das Amt des Bundespräsidenten bekleidete? Das war im Herbst 2010. Damals interessierte sich weder jemand für den Bauwahn des katholischen Klerikers noch für die Hotelrechnungen des katholischen Staatsoberhauptes.

Wulff hatte in einer Rede zum Tag der Deutschen Einheit mit Blick auf »unsere christlich-jüdische Geschichte« den Satz formuliert: »Aber der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.« Ein Satz, der Tebartz-van Elst eine Philippika verfassen ließ, die das Magazin »Focus« publizierte. Darin warf der Prälat dem Präsidenten Relativismus vor und verteidigte die »christliche Leitkultur«. Denn dieser Begriff, so Tebartz-van Elst, »beschreibt keine utopischen Ziele, sondern eine Realität in Deutschland«.

Es wäre sicher interessant, von diesem Punkt aus die Fäden auf...

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