Jan Tölva 08.04.2014 / Sport

Pfeifen in der Festung Europa

In Berlin und Leipzig darf der Homosexuelle Halil Ibrahim Dinçdag wieder Schiedsrichter sein

Nach seinem Coming Out durfte Halil İbrahim Dinçdağ im türkischen Fußball kein Schiedsrichter mehr sein. In dieser Woche leitet er zwei Spiele in Berlin und Leipzig und erzählt seine Geschichte.

Am Dienstag findet auf dem Sportplatz Blücherstraße im Süden des Berliner Stadtteils Kreuzberg ein besonderes Fußballspiel statt. Im Mittelpunkt werden ausnahmsweise mal nicht die Spieler stehen, sondern der Schiedsrichter. Denn das Freundschaftsspiel zwischen der zweiten Mannschaft von Tennis Borussia und Türkiyemspors drittem Team wird von Halil İbrahim Dinçdağ gepfiffen.

Fünf Jahre ist es bereits her, dass das Schicksal des türkischen Schiedsrichters bis weit über die Grenzen seines Heimatlands hinaus für Schlagzeilen gesorgt hatte. Damals war er vom zuständigen Schiedsrichterverband suspendiert worden. Formell geschah das, weil er seinen Militärdienst nicht abgeleistet hatte, wie es in der Türkei für Schiedsrichter Pflicht ist, um die Lizenz zum Pfeifen auch zu behalten. Zur ganzen Wahrheit gehört jedoch auch, dass Dinçdağ seinen Wehrdienst zwar im Herbst 2008 angetreten hatte, wenig später jedoch von der Mi...

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