Geschäfte mit Gevatter Tod

Friedhofsbetreibern erwächst aus neuen Bestattungsformen mehr Konkurrenz - nun auch in Sachsen und Thüringen

  • Von Harald Lachmann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Auch rund um den Tod herrscht bekanntlich knallharte Marktwirtschaft. Friedhöfe kontra Friedwälder lautet ein spezielles Spannungsfeld - nun auch in Sachsen und Thüringen.

869 582 Deutsche segneten 2012 das Zeitliche, im vergangenen Jahr waren es ähnlich viele. In einer Gesellschaft, die bis in ihre letzten Nischen hemmungslos auf Gewinn getrimmt ist, bedeutet dies auch einen riesigen Markt. Friedhofsbetreiber, Bestatter, Steinmetze, Friedhofsgärtner - alle leben vom Geschäft mit dem Tod. Und der ist nicht billig: Zwischen 2000 und 25 000 Euro kosten Bestattungen - je nachdem, ob sich die Hinterbliebenen mit einer Feuerbestattung samt anonymer Ascheverstreuung begnügen oder Wert auf ein gehobenes Erdgrab legen.

Natürlich kann man die pulverisierten Überreste verstorbener Angehöriger auch auf See oder von einem Ballon aus verrieseln, ins Weltall schießen lassen oder die Asche zu einem Diamanten verpressen, den man dann um den Hals trägt. Doch preiswerter kommt all dies nicht. Es ist nur anders als das seit Menschengedenken übliche Prozedere auf einem Gottesacker oder kommunalen Friedhof. Und eben...

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