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Vom Winde verweht

Nach dem Massenunfall im Jahr 2011 bei Rostock hat sich in Sachen Bodenschutz nichts bewegt, warnen Umweltschützer

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Im Frühjahr 2011 führte ein Sandsturm auf der A 19 bei Rostock zu einem Massenunfall. Es gab große Debatten um das Thema Bodenerosion. Doch was hat sich getan?

Schwerin/Rostock. Drei Jahre nach dem Massen-Unfall auf der A 19 bei Rostock mit acht Toten fordert die Umweltorganisation BUND erneut ein Bodenschutzprogramm für Mecklenburg-Vorpommern. Noch habe sich aber nichts getan, kritisiert BUND-Agrarexperte Burkhard Roloff. Ursache von Sandstürmen wie 2011, die den Autofahrern die Sicht nehmen, sei die Bodenerosion. Bis zum Jahr 1991 seien im Land zwei Drittel aller Feldhecken verschwunden. Der Wind wirbele im Frühjahr dann die feinen Bestandteile der Böden die Luft. Abhilfe schaffen könnten mehrreihige Feldhecken aus Bäumen und Sträuchern, die zusätzlich auch Tieren Lebensraum böten.

Das Programm, so Roloff, müsse eine konkrete Handlungsanleitung zum Erhalt und zur Wiederherstellung eines guten Bodenzustandes geben. Der BUND hält auch die nach seiner Ansicht schlechte Humuswirtschaft großer industrieller Agrarbetriebe für eine Ursache der schlechteren Bodenstruktur im Land. Werde nur mit Kunstdünger und ohne Fest-Mist oder Kompost gedüngt, würden die Böden ihre guten chemischen, biologischen und physikalischen Eigenschaften verlieren. Wasser werde nicht schnell genug aufgenommen und bleibe nicht lange genug im Boden. Mehr als 60 Prozent der Böden in Mecklenburg-Vorpommern seien bereits stark oder mittelstark erosionsgefährdet. Wichtig ist laut BUND, dass die Felder im Winter nicht brach liegen - sie müssten begrünt sein, etwa mit Klee oder Ackerfutter. dpa/nd

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