Werbung

Mitsprache für die Zukunft

Markus Drescher über die fehlende Stimme der Sinti und Roma

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 2 Min.

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Sinti und Roma sind einer Studie zufolge in Deutschland die Minderheiten, die am stärksten mit Ablehnung durch die Mehrheitsgesellschaft konfrontiert sind. Amnesty International prangert an, dass Roma in Europa systematisch diskriminiert werden und ständig der Gefahr gewalttätiger - staatlicher wie nicht-staatlicher - Übergriffe ausgesetzt sind. So sieht die Gegenwart von Sinti und Roma aus.

In ihrer Vergangenheit wurden sie von den Nazis gezwungen für NS-Deutschland zu arbeiten, weshalb ihnen ein Platz im Kuratorium in der Zwangsarbeiterstiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« zusteht. Diese kümmert sich nicht nur um die Entschädigung der ehemaligen Zwangsarbeit, sondern fördert unter anderem auch Projekte, die dazu beitragen sollen, die Lebenssituation von Sinti und Roma zu verbessern. Da sollte es selbstverständlich sein, dass diejenigen, die am meisten über diese Lebenssituation wissen, auch mitreden können. Nicht nur, aber gerade jetzt in einer Zeit da kaum ein Tag vergeht, an dem nicht der Rassismus gegen die Betroffenen geschürt wird.

Dass sich die drei Verbände der Sinti und Roma nicht auf einen Vertreter einigen konnten, ist ein Grund, dass ihr Sitz bisher unbesetzt blieb. Als Ausrede dafür, dass es so bleibt, darf dies jedoch nicht weiter dienen. Wenn das mit der Verantwortung tatsächlich ernst genommen wird, müssen Stiftung und Bundestag eine kreative Lösung finden. Damit die Zukunft von Sinti und Roma mitgestaltet werden kann.

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!

Schenken Sie schon, oder rätseln Sie noch?

Verschenken Sie das »nd«

Klare Worte, Kritische Debatten und mutiger Journalismus von Links: Das »nd« wird Sie bewegen.

Jetzt verschenken oder sich selbst beschenken