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Mitsprache für die Zukunft

Markus Drescher über die fehlende Stimme der Sinti und Roma

  • Von Markus Drescher
  • Lesedauer: 2 Min.

Sinti und Roma sind einer Studie zufolge in Deutschland die Minderheiten, die am stärksten mit Ablehnung durch die Mehrheitsgesellschaft konfrontiert sind. Amnesty International prangert an, dass Roma in Europa systematisch diskriminiert werden und ständig der Gefahr gewalttätiger - staatlicher wie nicht-staatlicher - Übergriffe ausgesetzt sind. So sieht die Gegenwart von Sinti und Roma aus.

In ihrer Vergangenheit wurden sie von den Nazis gezwungen für NS-Deutschland zu arbeiten, weshalb ihnen ein Platz im Kuratorium in der Zwangsarbeiterstiftung »Erinnerung, Verantwortung und Zukunft« zusteht. Diese kümmert sich nicht nur um die Entschädigung der ehemaligen Zwangsarbeit, sondern fördert unter anderem auch Projekte, die dazu beitragen sollen, die Lebenssituation von Sinti und Roma zu verbessern. Da sollte es selbstverständlich sein, dass diejenigen, die am meisten über diese Lebenssituation wissen, auch mitreden können. Nicht nur, aber gerade jetzt in einer Zeit da kaum ein Tag vergeht, an dem nicht der Rassismus gegen die Betroffenen geschürt wird.

Dass sich die drei Verbände der Sinti und Roma nicht auf einen Vertreter einigen konnten, ist ein Grund, dass ihr Sitz bisher unbesetzt blieb. Als Ausrede dafür, dass es so bleibt, darf dies jedoch nicht weiter dienen. Wenn das mit der Verantwortung tatsächlich ernst genommen wird, müssen Stiftung und Bundestag eine kreative Lösung finden. Damit die Zukunft von Sinti und Roma mitgestaltet werden kann.

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