Wenn die Kohleblase platzt

Großinvestoren machen sich allmählich Sorgen, ob ihr Geld in Branchen der fossilen Energiequellen wirklich sicher angelegt ist

  • Von Susanne Ehlerding
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Investitionen im Kohlesektor galten bislang als hoch profitabel. Doch mit den globalen Klimaschutzmaßnahmen könnte sich dies ändern. Anleger kommen ins Grübeln.

Ein Gespenst geht um in der Finanzwelt: Die Kohleblase droht zu platzen! Investoren beginnen damit, ihr Geld aus Unternehmen abziehen, die Öl und Kohle fördern oder verbrennen. »Die Ölindustrie hat drei- oder viermal mehr Reserven, als wir je verbrennen dürfen«, sagt der US-Umweltaktivist Bill McKibben. »Wir müssen das Bewusstsein dafür verankern, dass es nicht okay ist, in diese Firmen zu investieren.« Was ursprünglich von Umweltinitiativen wie 350.org, Carbon Tracker oder Quit Coal gefordert wurde, greift langsam auf den Finanzsektor über. Gerade erst hat Norwegens Pensionsfonds GPFG, der größte Staatsfonds der Welt, angekündigt, seine Investitionen in grüne Projekte auf bis zu sieben Milliarden Euro zu verdoppeln und gleichzeitig sämtliche Kohleinvestitionen zu überprüfen. Am Wochenende wurde zudem bekannt, dass die Bundesregierung weitgehend aus der Kohlekraftwerksfinanzierung im Rahmen der Entwicklungshilfe aussteigen will.

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