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Tödliche Bürokratie

Flüchtlingskind wird in Hannoveraner
 Krankenhaus nicht behandelt und stirbt

  • Von Hagen Jung
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Weil sie keinen Krankenschein hatte, soll einer Mutter aus Ghana in einem Krankenhaus in Hannover die Behandlung ihres schwerst kranken Säuglings verweigert worden sein. Das Kind starb wenig später.

Ein Albtraum: Jemand bringt seinen schwer verletzten oder todkranken Angehörigen ins Krankenhaus, bittet um ärztliche Hilfe, doch an der Aufnahme schnarrt eine resolute Pförtnerin: Erst die Versicherungskarte – dann kommt ein Arzt! Eine ähnliche Vision soll vor wenigen Tagen für eine Flüchtlingsfrau in Niedersachsens Landeshauptstadt schreckliche Wirklichkeit geworden sein. Wie berichtet wird, geschah das im renommierten, auf eine über 150-jährige Tradition zurückschauenden Kinderkrankenhaus »Auf der Bult«. Schon drei Mal, so rühmt sich die Klinik, ist sie mit dem Gütesiegel »Ausgezeichnet für Kinder« bedacht worden. Zudem ist sie akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Hochschule Hannover.

Wenig rühmlich für die Klinik dürfte es sein, wenn sich die Vorwürfe bestätigen, die derzeit im Raum stehen: Mit ihrem erst vier Wochen alten Baby, so heißt es, habe die Mutter an der Rezeption des Krankenhauses um ärztlichen Beistan...


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