Ein Mitbestimmer tritt ab

Mit Vorstandsmitglied Dietmar Hexel verliert der DGB einen Kämpfer für mehr betriebliche Beteiligung

  • Von Roland Bunzenthal
  • Lesedauer: ca. 4.0 Min.

Ab dem 11. Mai treffen sich rund 400 Delegierte des Deutschen Gewerkschaftsbundes zum Bundeskongress der »Guten Arbeit«. Dabei steht auch die Vorstandswahl an.

Dietmar Hexel, Jahrgang 1949, ist genauso alt wie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB). Hexel wird bei der bevorstehenden Wahl zum Geschäftsführenden Bundesvorstand nach zehn Jahren in dieser Position nicht mehr kandidieren. Stattdessen folgt er DGB-Chef Michael Sommer in den Ruhestand. Mit Hexel tritt ein Gewerkschafter ab, der wie kein Zweiter mit den Themen Managervergütung und Mitbestimmung verbunden ist. Der scheidende DGB-Vorstand hat seine Erfahrungen bei der IG Chemie und der IG Metall gesammelt und dabei gelernt, dass sowohl sozialpartnerschaftliche Strategien als auch Gegenmachtkonzepte zum Erfolg führen können. Als Aufsichtsrat in zwei Unternehmen und als Vertreter der Gewerkschaften in der Regierungskommission Corporate Governance Kodex musste er erkennen, dass die meist mit alt gedienten Managern besetzten Gremien mehr oder weniger freiwillig die Ziele, Praktiken und Strukturen in den Führungsebenen der Konzerne verände...


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