Zwickau steht am Scheideweg

Folge 34 der nd-Serie 0stkurve: Als BSG Sachsenring im Europapokal, als FSV zwischen Amateur- und Profifußball

  • Von Stephan Fischer
  • Lesedauer: ca. 7.0 Min.

Nach zweimaliger Insolvenz hat sich der FSV Zwickau erholt. Der Viertligist will in den kommenden drei Jahren aufsteigen. Von der erfolgreichen Vergangenheit ist nicht mehr viel geblieben.

Der Geruch. Der fiel Jürgen Croy zuerst ein, als die Kollegen vom Fußballmagazin «11 Freunde» im Herbst 2007 nachfragten, wie er das Halde genannte Georgi-Dimitroff-Stadion in Zwickau in Erinnerung habe. «Bis in die 60er Jahre hinein loderten unter dem Stadion unterirdische Schwelbrände. Dem Haldeboden entstieg deshalb an manchen Stellen ein ganz eigenartiger Geruch, der einem im Umkreis von 300 Metern in die Nase wehte.» Der heute 67-Jährige ist einer der ganz Großen des DDR-Fußballs: dreimal Fußballer des Jahres, 94 Länderspiele, Olympiasieger 1976 in Montreal. Mit seiner Betriebssportgemeinschaft, der BSG Sachsenring Zwickau, gewann er zweimal den FDGB-Pokal und stand 1975/76 im Halbfinale des Europapokals der Pokalsieger.

Da war das Denkmal Jürgen Croy schon fertig montiert und aus «Zwigge» nicht mehr wegzudenken. Dachten die Fußballfunktionäre doch einmal an eine Delegierung, da es sich für einen Nationaltorhüter nicht zi...


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