Deutsch-Russischer Gesprächsfaden darf nicht abreißen

Petersburger Dialog diskutierte in Leipzig Lehren der Geschichte - Regierungskonsultationen waren abgesagt worden

  • Von Hubert Thielicke, Leipzig
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Der Petersburger Dialog wurde im Jahr 2001 ins Leben gerufen, um die Verständigung zwischen den Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands zu fördern. Am Mittwoch tagte das Forum in Leipzig.

In der Ostukraine hält der Aufstand an. Die Kiewer Machthaber drohen, unterstützt von den USA, mit einer Verschärfung der »Anti-Terror-Operation«. Russland kritisiert das als Verletzung der Genfer Erklärung. Insgesamt ein schwieriges Umfeld für den Petersburger Dialog.

Angesichts der Ukraine-Krise hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel die deutsch-russischen Regierungskonsultationen abgesagt, die üblicherweise parallel zum Dialog des zivilgesellschaftlichen Forums stattfinden. Sprachlosigkeit sei aber nicht die Antwort auf die derzeitigen Probleme, meinten die Organisatoren. Und so gab es immerhin eine auf den Nachmittag verkürzte Sitzung des deutsch-russischen Lenkungsausschusses des Petersburger Dialogs. Mehr als 200 Vertreter von Politik und Zivilgesellschaft aus beiden Staaten nahmen daran teil.

Gerade heute müsse alles dafür getan werden, um den Gesprächsfaden nicht abreißen zu lassen, sagte Lothar de Maizière, Vorsitz...


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