Bremens Polizei nicht zu schocken

Wie ein Bauchschuss zum Argument für »Taser« wird

  • Von Alice Bachmann, Bremen
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Nachdem kürzlich ein SEK-Beamter der Bremer Polizei einen Suizid-Gefährdeten mit einem Schuss aus seiner Elektroschockwaffe »retten« wollte, sich aber vergriff und den Mann mit einem richtigen Pistolenschuss lebensgefährlich verletzte, kochte in der Hansestadt die Diskussion um diese »Taser« wieder hoch. Elektroschockwaffen kommen mittlerweile weltweit zum Einsatz. Amnesty International ächtet sie als Mittel für »weiße Folter«, das »UN-Komitee gegen Folter« will den Einsatz solcher Waffen nur im äußersten Notfall tolerieren. Dennoch gibt es regelmäßig Vorstöße zur Ausweitung der Einsatzmöglichkeiten.

Die vom »Taser« abgeschossenen Drähte jagen 50 000 Volt durch den Körper des Opfers und bereiten extrem starke Schmerzen, die aber - wenn es so läuft wie geplant - keine sichtbaren Spuren hinterlassen. Deshalb wird von »weißer Folter« gesprochen. Die BefürworterInnen sehen in den »Tasern« allerdings die ideale Distanzwaffe für die...


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