Ein krankes Konstrukt

Finanzielle Probleme verschärfen den sportlichen Überlebenskampf des Hamburger SV in der Bundesliga

  • Von Frank Hellmann, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Der Hamburger SV, Drittletzter in der Bundesliga, hat über 100 Millionen Euro Schulden. Um die Lizenz für die kommende Saison zu bekommen, braucht der Klub bis Ende Mai zehn Millionen Euro.

Letztlich könnte es auf das Votum von fünf Herren ankommen. Nämlich dann, wenn der Lizenzierungsausschuss der Deutschen Fußball Liga (DFL) bei einer Hängepartie um den Hamburger SV am 28. Mai eine finale Entscheidung treffen muss. Dies fiele in den Zuständigkeitsbereich eines Gremiums, dem der honorige Rechtsanwalt und bekennende Karnevalist Harald Strutz (FSV Mainz 05) vorsteht. An seiner Seite hat er mit Heribert Bruchhagen (Eintracht Frankfurt), Karl Hopfner (FC Bayern), Helmut Hack (Greuther Fürth) und Ansgar Schwenken (VfL Bochum) Traditionalisten, die sich des᠆öfteren öffentlich ums Ansehen der Liga sorgen.

Kein Klub hat das Bild des boomenden Produkts Bundesliga zuletzt so geschädigt wie sein ewiges Mitglied. Es gibt nicht wenige, die den HSV Richtung Abgrund taumeln sehen. Und ausgerechnet DFL-Präsident Reinhard Rauball war es, der eines Sonntagmorgens in der TV-Talkrunde »Doppelpass« im Fragegewitter von Jörg Wo...


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