Im Gedenken an Bob Crow

Britische Gewerkschaft RMT droht mit U-Bahn-Streik und will das Erbe ihres verstorbenen Vorsitzenden pflegen

  • Von Pit Wuhrer, London
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Neue Streiks bei der Londoner U-Bahn, zahllose Urabstimmungen, wachsende Mitgliederzahlen: Die britische Transportgewerkschaft RMT gehört zu den erfolgreichsten Gewerkschaften Europas.

Den Schock konnten sie rasch überwinden. Zwei Wochen lang trauerten die Mitglieder und Funktionäre der Transportgewerkschaft National Union of Rail, Maritime and Transportworkers (RMT) um ihren Generalsekretär Bob Crow (52), der Mitte März unerwartet verstorben war. Sie verfolgten zu Tausenden den Trauerzug, hängten ein großes schwarzes Transparent an das Gewerkschaftshaus in London und legten Kondolenzbücher aus, die sich schnell füllten. Danach aber war wieder business as usual. »Im Gedenken an Bob setzen wir das fort, was seine zwölf Jahre als Generalsekretär ausgezeichnet hat«, sagt RMT-Sprecher Geoff Martin in der Gewerkschaftszentrale. »Das ist der konsequente Kampf für die Interessen der Mitglieder.«

Dieser Kampf wird kommende Woche wieder für Schlagzeilen sorgen. Ab Montagabend steht - sollte das städtische Verkehrsunternehmen Transport for London (TfL) nicht einlenken - der gesamte U-Bahn-Verkehr der Hauptstadt für zw...


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