Knollenblätterpilzrisotto

  • Von Robert D. Meyer
  • Lesedauer: ca. 3.5 Min.

Versuche an Nagetieren, Primaten und anderen Tieren als lebende Versuchsobjekte sollen bei der Entwicklung neuer Medikamente helfen, rechtfertigen Forscher ihre Experimente. Doch was für Menschen giftig ist, kann für Tiere sehr schmackhaft sein.

Es gibt Erkenntnisse, für die reicht ein einfacher Waldspaziergang. Schlichtes Pilze sammeln kann einem plötzlich ganz neue Denkansätze liefern oder uns einfach nur in Erinnerung rufen, was wohl jeder im Kindergarten oder spätestens bei der ersten Belehrung vor den Ferien in der Grundschule mit auf den Weg bekam. Während für uns Menschen der Verzehr eines Knollenblätterpilzrisottos sehr wahrscheinlich die letzte Mahlzeit gewesen sein dürfte, würden Rehe und viele anderen Tiere wohl mit Sicherheit nach einer zweiten Portion verlangen. Was selbst den kräftigsten Muskelprotz jämmerlich krepieren lässt, fügt dem knuffigen Häschen keinen Schaden zu. Im Gegenzug dazu würden viele Langohren einen weiten Bogen um ein Bärlauchpesto machen. Das Narzissengewächs führt bei einigen Tieren zu Magen- und Darmentzündungen, blutigen Harn und Durchfallerkrankungen. Tödlich für das Häschen, lecker in Kombination mit Pasta für den Menschen.

Nun l...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.