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Den Index auf den Index setzen

  • Von Roberto De Lapuente
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Letzte Woche war mal wieder ifo-Geschäftsklimaindex-Zeit. Jetzt hat er sich mal wieder aufgehellt: Wirtschaft und Politik geben sich erleichtert. Dabei hat der Index mehr mit dem Orakel von Delphi gemeinsam als mit Wirtschaftsforschung.

Wenn man sich mal in eine Selbsthilfegruppe suchtkranker Menschen setzt und in die Runde fragt, wie die sich ihre Zukunft vorstellen, dann werden die Antworten je nach Laune, Umfeld und Erfahrungen ganz verschieden ausfallen. Wenn eines der Mitglieder kurz zuvor der Runde noch bekanntgab, dass es jetzt schon ein halbes Jahr clean ist, dann könnten die Antworten der anderen zur eigenen Zukunft durchaus günstig ausfallen. Anders gesagt: Einfluss nehmen verschiedene, subjektiv wahrgenommene Faktoren. Der ifo-Geschäftsklimaindex funktioniert genau nach diesem Prinzip.

Hans-Werner Sinns ifo-Institut schreibt monatlich Manager und Unternehmensleitungen an, die dann per Multiple Choice ihre persönliche Einschätzung der Geschäfts- und der Nachfrageerwartungen abgeben sollen. Der Geschäftsklimaindex rekrutiert sich also rein auf persönliche Meinungen und Befindlichkeiten und ist nicht mit konkreten Zahlenmaterial unterfüttert.

Ök...


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