»Gute Arbeit braucht klare Regeln«

Klaus Pickshaus über die Initiative »Gute Arbeit« der IG Metall und den finanzmarktgetriebenen Kapitalismus

Klaus Pickshaus leitet den Bereich Arbeitsgestaltung und Qualifizierungspolitik beim Bundesvorstand der IG Metall und war einer der Initiatoren des Projekts »Gute Arbeit«. Es war nach jahrelanger Pause wieder der Versuch, die Lohnarbeit »humaner« zu gestalten. Der Verantwortliche zieht nun in einer neuen Broschüre Bilanz. Mit dem 
65-Jährigen sprach für »nd« 
Johannes Schulten.

nd: Im Jahr 2002 startete die IG Metall mit dem Projekt »Gute Arbeit« nach langer Zeit wieder eine Initiative zur Humanisierung der Arbeit. Der Untertitel Ihrer gerade erschienenen Bilanz dieser Zeit heißt »Gute Arbeit und Kapitalismuskritik«. Wie viel Kapitalismuskritik steckt denn in dem Projekt?
Pickshaus: Viel, denn sie beruht auf einer Analyse des finanzmarktgetriebenen Kapitalismus und seinen Auswüchsen. Der Grund für die Initiative waren Forderungen aus unseren Interessenvertretungen, gewerkschaftliche Antworten auf Phänomene wie permanente Leistungsverdichtung und gesundheitsschädigende Arbeitsbedingungen zu finden. Um diese Antworten geben zu können, mussten wir wissen, womit wir es zu tun haben.

Arbeitspolitik, also der Versuch, die Bedingungen der Arbeit zu regulieren, wurde in den Gewerkschaften lange Zeit randständig behandelt. Der letzte große Versuch stammt aus den 1970er und 1980er Jahren und war vor allem au...


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