Nicolas Šustr 07.05.2014 / Brandenburg

»Sollense mal hungern«

Willkommen sind sie nicht: Die Flüchtlinge am Alexanderplatz weiten Hungerstreik aus

Am Dienstagnachmittag teilten die am Alexanderplatz protestierenden Flüchtlinge mit, nun auch Flüssigkeiten zu verweigern.

»Menschenrechte ja, aber das ist Erpressung, was sie hier machen«, ruft der aufgebrachte Senior mit der Herrenhandtasche den seit Samstag vor dem Kongresszentrum am Alexanderplatz hungerstreikenden Flüchtlingen zu. »Ich bin aus Togo, wir waren 30 Jahre deutsche Kolonie, sie haben viele Leute umgebracht«, entgegnet Koni E., einer der Unterstützer. »Sollense mal hungern«, sagen andere halblaut im Vorübergehen, ein Motorradfahrer brüllt laut »Scheiße« in Richtung des Lagers aus Isomatten, Decken und den Transparenten mit Forderungen. »Das geht die ganze Zeit so«, sagt E.

Ein Ende der Abschiebungen, die Anerkennung des dauerhaften Aufenthaltsrechts sowie eine Aufhebung der Dublin-Verordnungen, also jener Übereinkommen, die Flüchtlingen nur ein Asylverfahren in dem Land erlaubt, in dem sie erstmals europäischen Boden betreten haben. Am vergangenen Samstag zog eine Demonstration mit etwa 120 Teilnehmern vom Hermannplatz über die bes...

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