Norbert Suchanek 10.05.2014 / Wissen

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Wissenschaftler weisen nach: Brasiliens Waldgesetz fördert die Abholzung

Vor zwei Jahren trat Brasiliens neues Waldgesetz in Kraft. Umwelt- und Naturschutzgruppen wetterten dagegen, weil sie eine weitere Verschlechterung des Waldschutzes befürchteten. Im US-Fachblatt »Science« bestätigen jetzt Wissenschaftler von Universitäten des Landes die damalige Kritik.

Das 1965 unter Brasiliens Militärdiktatur geschaffene Waldgesetz namens »Código Florestal« schrieb vor, dass Landbesitzer in Amazonien lediglich 20 Prozent ihrer Fläche abholzen dürfen. 80 Prozent mussten als Waldreserve erhalten bleiben. In der Cerrado-Region durften 65 Prozent der Fläche und in allen anderen Ökosystemen 80 Prozent in landwirtschaftliche Nutzflächen umgewandelt werden. Wer mehr abholzte, musste laut Gesetz Strafe zahlen und wieder aufforsten. Allerdings hielt sich in den vergangenen Jahrzehnten kaum jemand an diese Vorschriften. Kernpunkt des reformierten Gesetzes ist eine rückwirkende Amnes...

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