»Wir lassen uns von niemandem etwas sagen«

Putins Bitte blieb in der Ostukraine ungehört

  • Von Ulrich Heyden, Moskau
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

In Donezk und Lugansk laufen die Computerdrucker heiß. Millionen Wahlzettel werden gedruckt. Volkes Wille wiege schwerer als Putins Bitte, sagen Vertreter des »Volksrates der Donezker Republik«.

Das Referendum, um dessen Verlegung Wladimir Putin gebeten hatte, wird stattfinden. Daran lassen die Organisatoren keinen Zweifel. Auch das Donezker Bürgermeisteramt hat sich darauf eingestellt und die Lehrer angewiesen, Schulbesetzungen »nicht zu behindern«, aber an die Bildungsbehörde zu melden. Höchstes Ziel sei »die Sicherheit der Lehrer und der Schutz des Eigentums«. Die Regierungsgegner in den Gebieten Donezk und Lugansk wollen nämlich in Schulgebäuden abstimmen lassen. Man habe »keine Möglichkeiten«, dies zu verhindern, verlautete aus dem Bürgermeisteramt von Donezk.

Am Donnerstag hatte der Volksrat der »Donezker Volksrepublik« mit den Stimmen aller 78 Anwesenden beschlossen, das Referendum durchzuziehen. Die Wahlzettel zu drucken, sei »kein Problem« gewesen, berichtet der Journalist Alexander Dmitrijewski am Telefon aus Donezk. Mangels ausreichender Druckereikapazitäten waren Computerdrucker im Großeinsatz.

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