Vor und hinter der Zuspitzungsgrenze

Ulrike Winkelmann über das TV-Duell von Schulz und Juncker, den Unterschied zwischen Zuspitzung und subtilem Humor - und die entscheidende Frage: Wer wird Merkels Wirtschaftskurs aufweichen?

  • Von Ulrike Winkelmann
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Es gibt diese bittere, durch hässliche Statistiken belegte Erkenntnis bei PressejournalistInnen. Sie lautet: Was und wieviel auch immer ihr schon an tiefgreifenden Analysen zum Wahlkampf aufgeschrieben habt - die WählerInnen, jedenfalls sehr viele von ihnen, nehmen das TV-Duell ernst. Darum sind TV-Duelle in Wahlkämpfen wichtig - ganz egal, wie pompös das PR-Drumherum der Fernsehanstalten ist.

Es ist auch in Ordnung, solch einen Schlagabtausch nur zwischen Spitzenkandidaten der größten Parteien zu machen. Im aktuellen Fall haben zwei Politiker Aussicht darauf, nach der Europawahl am 25. Mai den Kommissionsvorsitz zu bekommen und dort etwas am Gang der europäischen Politik zu ändern.

Das ist zwar schade für die ebenfalls interessanten Personen, die Linke, Grüne und Liberale ins Rennen schicken. Aber ihre Fraktionen werden im Europäischen Parlament nachher entweder den S&D-Mann Martin Schulz oder den EVP-Mann Jean-Clau...


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