Vor 25 Jahren: Wahlfälschung bewiesen

Potsdams SED-Bürgermeister Seidel protestierte intern und legte den Kontrolleuren Stimmen zum Vergleichen vor

  • Von Wilfried Neiße
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Unerwartete Ehrenrettung: In Potsdam ermöglichte der SED-Rathauschef 1989 den Beweis für Wahlfälschung. Er wurde abgelöst.

Noch bis zum 4. Dezember läuft die Veranstaltungsreihe »Beziehungskrisen. Freund- und Feindbilder im kurzen 20. Jahrhundert«. Elf Termine wird es insgesamt geben. In der vergangenen Woche war die Kommunalwahl in der DDR am 7. Mai 1989 Thema.

Das öffentliche Interesse blieb praktisch aus, als der Landtag in den Plenarsaal gebeten hatte, um an die Fälschung bei der DDR-Kommunalwahl vor 25 Jahren zu erinnern. Wenn Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in seinen Begrüßungsworten mehrfach »viele Jugendliche« ansprach, so hatte das wohl mit seinem Redemanuskript zu tun, aber weniger mit der Realität des Termins. Eine Handvoll Zuschauer verlor sich auf den Sitzen der Abgeordneten, auf der Besuchertribüne saß kein Mensch.

Möglicherweise hing das mit der Regie der Gedenkstunde zusammen, denn alle Redner waren sich in der Sache so vollständig einig, dass die Sache nicht in Gefahr geriet, in eine wirkliche Debatte abzugleiten.

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