Bergbau der Tempelritter

Mexikanische Drogenkartelle sind auch im Handel mit Erzen aktiv

  • Von Andreas Knobloch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Im rohstoffreichen mexikanischen Bundesstaat Michoacán sollen Drogenkartelle bereits die Hälfte des Bergbaus kontrollieren.

Die mexikanischen Behörden haben vor einigen Tagen im Hafen von Manzanillo im Bundesstaat Colima ein Schiff aufgebracht, das 68 000 Tonnen geschmuggeltes Eisenerz geladen hatte. Auf die Spur brachte sie ein anonymer Hinweis, kurz nachdem das Schiff in Lázaro Cardenas abgelegt hatte. Über den im westmexikanischen Bundesstaat Michoacán gelegenen zweitgrößten Frachthafen des Landes wird ein Großteil des Rohstoffhandels mit Asien abgewickelt. Nach Angaben von Alfredo Castillo Cervantes, dem Sicherheitsbeauftragten für Michoacán, gehören die beschlagnahmten Mineralien dem Tempelritter-Kartell, einer Bande mit pseudoreligiösem Anstrich, die vor allem in diesem Bundesstaat operiert.

Erst tags zuvor war der Bürgermeister von Lázaro Cardenas, Arquímedes Oseguera Solorio, festgenommen worden. Er soll Verbindungen zu den Tempelrittern haben und laut Staatsanwaltschaft in illegalen Bergbau verwickelt sein. Michoacán ist der mexikanische B...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.