Atomarsenale brauchen »tiefe Einschnitte«

Abrüstungsexperte Götz Neuneck über die Ukraine-Krise und neue Initiativen zur Reduzierung der nuklearen Gefahr

Prof. Götz Neuneck ist stellvertretender Wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg (IFSH) und Mitinitiator der Deep Cuts Commission (»Kommission über tiefe Einschnitte«, www.deepcuts.org ). Mt dem renommierten Abrüstungsexperten sprach für »nd« Hubert Thielicke.

nd: In den Schlagzeilen sind derzeit die Ukraine-Krise, der syrische Bürgerkrieg, Afghanistan und andere Konfliktherde. Ist es da realistisch, über nukleare Abrüstung zu sprechen?
Neuneck: Die nuklearen Arsenale sind nach wie vor so groß, etwa 15 000 Sprengköpfe, dass die atomare Abrüstung nicht aus dem Auge verloren werden darf. Auch Konflikte dürfen uns davon nicht abhalten, wobei die Ukraine-Krise natürlich Einfluss auf die Debatten über Rüstungskontrolle zwischen den USA und Russland hat.

Zeigt nicht gerade die Ukraine-Krise, wie gefährlich die Eskalation eines regionalen Konflikts sein kann, zumal auf jeder Seite Kernwaffen bereitstehen?
Es ist erschreckend, dass wegen der Krise der weitere Abrüstungsdialog verschleppt wird. Von der ursprünglich anvisierten Welt ohne Kernwaffen ist derzeit nicht mehr die Rede. Man denke nur an die taktischen Kernwaffen auf beiden Seiten in Europa. Wir sollten nicht vergessen, dass es ...

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