Sebastian Haak, Crawinkel 13.05.2014 / Inland

Wie Crawinkel das Braune Haus entnazifizierte

Mit Zivilcourage und einem rechtlichen Hebel erreichte ein kleiner Thüringer Ort die Schließung eines rechten Treffs

Im thüringischen Crawinkel gibt es nun keine Neonazi-Immobilie mehr. Die Gemeinde hat ihr Vorkaufsrecht für das Haus geltend gemacht - ein Erfolg, den sich die Einwohner hart erarbeitet haben.

Ihre menschenverachtende Ideologie ist noch immer da. Obwohl die rechtsextremen Bewohner des nunmehr ehemaligen Braunen Hauses im thüringischen Crawinkel ausgezogen sind, sind ihre Spuren überall auf dem Grundstück nach wie vor nicht zu übersehen. Auf dem feuchten Boden ihres Musikzimmers liegen mehrere Blatt Papier, auf denen rechtsextreme Liedtexte zu lesen sind. An der Wand eines noch feuchteren Raumes hängt ein Transparent einer inzwischen verbotenen Neonazi-Organisation. Und dann, an einer Tür, ist da noch ein Schild angebracht, das zwar eigentlich nicht zur rechten Ideologie passt. Aber seine Existenz an diesem Ort zeigt, wie wenig die Neonazis, die hier seit Ende 2011 oder Anfang 2012 lebten, die Zivilgesellschaft ernst nehmen wollten, die ihnen in Crawinkel entgegen trat: Es ist ein Schild mit der Aufschrift »Mobit«. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich das mobile Thüringer Beratungsteam gegen Rechtsextremismus.

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: