Werbung

Wieder sterben Flüchtlinge vor Lampedusa

Überfülltes Boot sinkt vor der italienischen Küste / Mindestens 14 Tote - viele noch vermisst

Echt jetzt? Ihr wollt Geld von mir?

Ja, herrgottnochmal, es kostet!

Auch, wenn's nervt – wir müssen die laufenden Kosten für Recherche und Produktion decken.

Also, mach mit! Mit einem freiwilligen regelmäßigen Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Rom. Vor der italienischen Insel Lampedusa ist ein völlig überfülltes Flüchtlingsboot mit mindestens 400 Menschen an Bord gesunken. Die italienische Küstenwache barg vorerst 14 Leichen. Die Zahl der Opfer werde sich wohl noch weiter erhöhen, teilte Italiens Marine am Montag mit. Das Boot war auf dem Weg von Nordafrika in Richtung Europa, als sich das Unglück ereignete. Rund 200 Menschen konnten nach dem Unglück zunächst in Sicherheit gebracht werden, wie die italienische Nachrichtenagentur Ansa mitteilte. Über die Herkunft der Migranten wurde zunächst nichts bekannt. Zahlreiche Boote und Hubschrauber waren am Unglücksort rund 100 Meilen südlich von Lampedusa im Einsatz.

EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström hat die Opfer bei dem jüngsten Schiffsunglück vor Lampedusa bedauert. »Ich bin zutiefst betroffen über die neue Tragödie in den internationalen Gewässern zwischen Libyen und Lampedusa. Meine Gedanken sind bei den Opfern und ihren Familien«, sagte Malmström laut einer Mitteilung in Brüssel. Sie rief alle EU-Staaten auf, mehr dafür zu tun, um solche Tragödien künftig zu vermeiden.

In den vergangenen Tagen waren erneut Tausende Migranten an den Küsten Italiens angekommen. Sie nutzten das gute Wetter für die gefährliche Überfahrt über das Mittelmeer. Allein in der vergangenen Woche waren es laut Marine mehr als 4300 Menschen. Italien hat seit den beiden Schiffsunglücken mit mehr als 300 toten Flüchtlingen vor Lampedusa im vergangenen Oktober mit der Aktion »Mare Nostrum« die Überwachung des Mittelmeers verschärft. Dennoch waren am Sonntag vor der Küste Libyens mindestens 40 Menschen ertrunken. Die Flüchtlinge wollten über das Mittelmeer nach Europa gelangen, als ihr Boot östlich der Hauptstadt Tripolis kenterte. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!