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Schrotthaufen, angekettet

Die Beseitigung ausgesetzter Fahrräder ist für Kommunen oftmals eine Sisyphusarbeit

  • Von David Fischer, Hamburg
  • Lesedauer: ca. 3.0 Min.

Sie können zum Problem werden: Monatelang stehen angekettete verrostete Fahrräder an Bäumen oder Laternen und blockieren Wege. Die Entsorgung kann sehr aufwendig sein - ein Bericht aus dem Norden.

Sie sind als eine Art Leichensammler von Fahrrädern unterwegs. Mit kleinen Schneidemaschinen sägen die Männer in ihren orangefarbenen Jacken die angeketteten Räder von Laternen, Bäumen oder Stahlpfosten. Ihre Aufgabe ist jedoch ein ganz und gar amtlicher Auftrag: Die Mitarbeiter der Hamburger Stadtreinigung entfernen in diesen Tagen in einer gebündelten Aktion Hunderte längst vergessene und verrostete Fahrräder von U-Bahnstationen, Bahnhöfen oder Straßenrändern.

Mal ist ein Plattfuß der Trennungsgrund, mal eine abgesprungene Kette oder eine andere Alterserscheinung - bei Wind und Wetter rosten die ausgesetzten Bikes monatelang vor sich hin. Niemand will sie mehr haben. Die Anwohner erst recht nicht, erklärt der Gruppenleiter der Straßenreinigung, Stefan Schwerdt. Mit einem Klemmbrett steht er an der S-Bahn-Station Holstenstraße und koordiniert seine Mitarbeiter. Einer von ihnen zieht gerade ein Fahrrad-Skelett aus einer Ecke h...


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