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Eskalation in Mali

Massengeiselnahme in Kidal im Nordosten des Landes

Bamako. Angesichts der Massengeiselnahme in der Stadt Kidal im Nordosten Malis rüstet sich die Armee des Landes für einen Einsatz gegen die Aufständischen in der Region. Das Militär bereite sich »auf alle Eventualitäten« vor, sagte Regierungschef Moussa Mara am Sonntag nach einer Reise in die Krisenregion im Fernsehen Malis.

»Die Extremisten müssen mit geeigneten Reaktionen« auf ihre Taten rechnen, warnte Mara im Fernsehen. Bereits zuvor sagte er während eines Aufenthalts in der nordöstlichen Stadt Gao gegenüber AFP, »die Terroristen« hätten »Mali den Krieg erklärt«. Deswegen befinde sich das Land nun »im Krieg«. »Wir werden alle Mittel aufbringen, um diesen Krieg zu führen«, sagte Mara.

Bei heftigen Gefechten zwischen der Armee und aufständischen Tuareg waren im Nordosten Malis am Samstag nach Regierungsangaben 36 Menschen getötet worden, darunter acht Soldaten.

Die Nationale Befreiungsbewegung von Azawad (MNLA) der Tuareg nahm in Kidal außerdem etwa 30 Behördenvertreter als Geiseln. Am Sonntag teilte die UN-Blauhelmmission Minusma in dem westafrikanischen Land mit, in Kidal seien zwei Zivilisten und acht Behördenvertreter getötet worden. Die Mission verurteilte die Gewalt.

Die Auseinandersetzungen fanden während des Besuchs Maras im Nordosten des Landes statt. Der Ministerpräsident besuchte am Freitag Timbuktu, am Samstag Kidal und am Sonntag Gao. Nach eigenen Angaben brachte die Armee in Kidal alle besetzten Gebäude außer dem Gouverneurssitz, wo die MNLA-Rebellen die Geiseln festhielten, wieder unter Kontrolle. AFP/nd

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