Angst vor Seuchen und alten Minen

In Serbien, Bosnien und Kroatien werden immer noch Tausende vor der Flut evakuiert

  • Von Thomas Roser, Belgrad
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Die Pegel der Save gehen langsam zurück. Dennoch rüstet sich Serbien für die nächste Flutwelle. Sie soll Belgrad am Mittwoch erreichen. Die Regierung warnt inzwischen vor Seuchen, Plünderern und Minen.

Noch immer gibt es keine Entwarnung in den Hochwassergebieten des Balkans. Aus Sorge vor neuen Überflutungen an der Save wurden in den Dörfern um die ostkroatische Stadt Slavonski Brod zu Wochenbeginn erneut Hunderte von Einwohnern evakuiert. In Serbien rüsteten sich unterdessen die Rettungsmannschaften und zahlreiche Helfer mit neuen Sandsackwällen für die nächste Flutwelle, die spätestens am Mittwoch die Hauptstadt Belgrad erreichen soll.

Die offizielle Zahl der Todesopfer in der Region war bis Montagmittag auf 45 gestiegen. Doch vor allem in der weitgehend überfluteten serbischen Save-Stadt Obrenovac werden noch weit mehr Todesopfer befürchtet. Nachdem am Wochenende die Evakuierung von Obrenovac viel zu spät und erst nach der Überflutung der Stadt begann, setzt nun auch Serbiens Krisenstab verstärkt auf präventive Räumungen...


Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.