Kubas Energiesparprogramme beeindrucken Moody’s nicht

Ratingagentur stuft Karibikinsel auf »exotisch« herab / Kubanische Regierung setzt weiter auf Erneuerbare

  • Von Andreas Knobloch
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

Kuba unternimmt große Anstrengungen, um sich von Energieimporten unabhängiger zu machen. Der Ratingagentur Moody’s setzt darin offenbar nicht viel Vertrauen.

Die Ratingagentur Moody’s hat die Kreditwürdigkeit Kubas von Caa1 auf Caa2 herabgestuft - von »hochgradig spekulativ« auf »exotisch«. Begründet wurde dieser Schritt mit dem Risiko einer »abrupten und politisch ungeordneten Transition« und vor allem mit der unübersichtlichen Lage in Venezuela. Ein möglicher Kollaps dort mache Kuba verwundbar: »Angesichts der zunehmenden und nicht nachhaltigen makroökonomischen Ungleichgewichte in Venezuela und des hohen Risikos eines wirtschaftlichen und finanziellen Zusammenbruchs, ist die Zukunft der Zusammenarbeit ungewiss, was Kuba anfällig macht für eine scharfe Anpassung der Kosten für seine Energieimporte«, heißt es in der Erklärung.

Kuba bezieht über das Petrocaribe-Abkommen venezolanisches Erdöl zum Vorzugspreis. Moody’s schätzt, dass Kuba im Jahr 2012 Erdöl im Wert von 6,5 Milliarden US-Dollar aus Venezuela importierte - das wären 47 Prozent all seiner Einfuhren.

Die Herabstufun...


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