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Bis zu den jüngsten Parlamentswahlen in Südafrika war Makhosazana Njobe Abgeordnete. Jetzt hat sich die frühere ANC-Aktivistin zur Ruhe gesetzt. Unsere Autorin, ihre Enkelin, hat sie besucht.

  • Von Thembi Wolfram
  • Lesedauer: ca. 6.0 Min.

Bis zu den jüngsten Parlamentswahlen in Südafrika war Makhosazana Njobe Abgeordnete. Jetzt hat sich die frühere ANC-Aktivistin zur Ruhe gesetzt. Unsere Autorin, ihre Enkelin, hat sie besucht.

Makho Njobe, 82, ist Langeweile nicht gewohnt. Sie sitzt etwas schläfrig in einem der beiden Lehnsessel in ihrem Wohnzimmer. Den Blick zum Fernseher, den Rücken zum Kaminsims, der lückenlos voll gestellt ist mit Fotorahmen: Familie, Freunde, Kampfgenossen. In der Hand hält sie einen Rooibostee: zwei Süßstoff, etwas Milch.

Erst vor wenigen Wochen ging ihre letzte Legislaturperiode als Mitglied des südafrikanischen Parlaments zu Ende. Ausschusssitzungen, Tagungen, Meetings und Wahlkampfveranstaltungen, jeden Tag von halb sechs bis frühestens Mitternacht. Im Sommer sitzt das Parlament im heißen Kapstadt, im Winter im kalten Pretoria. Für 20 Jahre war das Makhos Alltag.

Als die weißen Südafrikaner den schwarzen Südafrikanern die Bildung verbieten, ist Makhosazana Njobe Lehrerin für Naturwissenschaften. Sie brennt für ihren Beruf, hat einen Kommilitonen geheiratet und beide wollen Kinder. Das neue Gesetz, der Bantu Education ...


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