Peter Strutynski 21.05.2014 / Debatte

Wie das Kaninchen auf die Schlange

Die Friedensbewegung und die »Montagsdemos«: Ein Plädoyer für klare Distanzierung, mehr eigene Aktivitäten und eine Absage an das Fischen im Trüben

Seit einigen Wochen machen so genannte Montagsdemos von sich reden. Dabei handelt es sich nicht etwa um eine Fortsetzung der historischen Manifestationen sozialen Protestes gegen die Agenda 2010, sondern um den Versuch, eine politische Antwort auf die Ukraine-Krise auf die Straße zu bringen. Eine – von der NPD ins Leben gerufene – »Friedensbewegung 2014« hat sich zum Ziel gesetzt, einerseits mit eigenen Aktionen das Thema öffentlichkeitswirksam zu besetzen, andererseits bestehende friedenspolitische Aktivitäten zu beeinflussen. Der stellvertretende NPD-Bundesvorsitzende schreibt am 8. Mai voller Genugtuung, dass die »Systempresse« zur Kenntnis genommen habe, dass die NPD »Friedenspartei« sei. Und wenige Tage später jubelt er über den Auftritt von Ken Jebsen, einem der ideologischen Köpfe der Berliner Montagsdemos, der endgültig damit aufgeräumt habe, die Montagsdemos seien »links«.

Sind sie auch nicht – und wollen es partout a...

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