Immer noch Mauerblümchen

Im Champions-League-Finale trifft der reiche VfL Wolfsburg auf klamme Schwedinnen

  • Von Frank Hellmann, Lissabon
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Am Champions-League-Finale zwischen dem VfL Wolfsburg und Tyresö FF am Donnerstag offenbaren sich Chancen und Risiken des professionellen Frauenfußballs.

Die Verweigerungshaltung ist hartnäckig. Wer bei Europas Fußballverband UEFA danach fragt, mit wie vielen Zuschauern am Donnerstag beim Endspiel der Champions League zwischen den Fußballerinnen aus Wolfsburg und Tyresö im ohnehin nur 19 300 Plätze bietenden Estádio do Restelo zu rechnen sei, bekommt diese Auskunft: »Noch sind Tickets verfügbar. Wir laden jeden ein, Teil eines festlichen Events zu werden.« Offenbar besteht in Lissabon noch ein veritables Problem, Fußballfans in den westlichen Stadtteil Belém zu locken. Die Ticketpreise liegen nur bei zehn Euro, und mittlerweile ist mit der Eintrittskarte gar der Einlass zu einem Auftritt des R&B-Stars Anselmo Ralph verknüpft. Motto: Wer sich zu einem Frauenfinale wagt, wird mit einem Musikkonzert belohnt.

Es ist eigentlich keine schlechte Idee, den immer noch in der Aufbauphase befindlichen weiblichen Ableger der Königsklasse an seiner männlichen Strahlkraft teilhaben zu la...


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