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Europa ist politischer geworden

Wahlforscher Hermann Schmitt erwartet wegen der Krise eine höhere Beteilung und das Erstarken der EU-Kritiker

Hermann Schmitt (Jg. 1952) ist Sozialwissenschaftler mit Schwerpunkt auf Wahlen und Parteiendemokratie. Er ist am Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung tätig und lehrt an der Universität Manchester. Schmitt war jüngst vom Bundesverfassungsgericht zur Frage der Sperrklausel bei der Europawahl als Sachverständiger gehört worden. Zu den zu erwartenden Ergebnissen der Europawahl befragte ihn Katja Herzberg.

nd: Eine Fernsehdebatte jagt die nächste, die Presseabteilung des Europäischen Parlaments wirbt unermüdlich dafür, die neuen Europaabgeordneten mitzubestimmen. Ist die Europawahl nach fünf Krisenjahren in vielen EU-Ländern eine besondere?
Schmitt: Das wird man am Ende besser wissen als jetzt. Aber es deuten einige Zeichen darauf hin. Und diese Zeichen haben damit zu tun, dass Europa politischer geworden, in dem es sich insbesondere in den südeuropäischen Krisenstaaten in die nationale Politik eingemischt hat.

Ist die Krise und ihre Bewältigung denn auch für die Wähler das wichtigste Thema?
Die Krise steht an Nummer eins, gefolgt von der Binnenwanderung, also der Arbeitsmigration und ihren Konsequenzen. Dann spielen viele nationale Themen eine Rolle. Die beiden überragenden Themen, Krise und Identität - die Integration von Fremden kann man als eine Frage von nationaler Identität begreifen - sind die Spielwiesen von populist...


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