Die Leute haben die Schnauze voll

Warum die LINKE schon die Machbarkeitsstudie einer Bewerbung Hamburgs für Olympia 2024 ablehnt

In der Hamburger Bürgerschaft ist Mehmet Yildiz sportpolitischer Sprecher der Linksfraktion. Die hatte sich im Unterschied zu allen anderen Parteien gegen eine Machbarkeitsstudie für eine Olympiabewerbung der Stadt ausgesprochen. Der 36-jährige Yildiz sprach mit Roger Repplinger über Profitgier, Druck von Lobbyisten, Augenwischerei vor einem möglichen Volksentscheid und hohe Kosten für die Hamburger Bürger.

nd. Was haben Sie gegen das Fest der Jugend in Hamburg?
Yildiz: Nichts. Wir brauchen Olympische Spiele als Veranstaltung für Verständigung und Frieden. Angesichts der Kriege, die überall auf der Welt mit deutschen Waffen geführt werden, sogar dringender denn je.

Aber …
… die Entwicklung der Olympischen Spiele hat seit vielen Jahrzehnten nichts mehr mit Frieden und Völkerverständigung zu tun, sondern mit dem Streben nach Profiten für Großkonzerne und das Internationale Olympische Komitee (IOC). Bei sportlichen Großveranstaltungen wie jetzt bei der Fußball-WM und in zwei Jahren Olympia in Brasilien werden die Leute aus ihren Wohngebieten vertrieben und Obdachlose verjagt. Olympischen Spiele sind, wie die Fußball-WM zur Geldmaschine geworden.

Lange köchelte das Thema Olympische Spiele in Hamburg nur ein wenig vor sich hin. Warum kocht es nun plötzlich?
Die Olympiabewerbung ist von zentraler Bedeutung für die kommenden...


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