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Die Maschen werden größer

Johanna Treblin über neue Armutszahlen

  • Von Johanna Treblin
  • Lesedauer: 1 Min.

Ein Fünftel der Bevölkerung Deutschlands kann es sich finanziell nicht leisten, wenigstens eine Woche pro Jahr in den Urlaub zu fahren, zeigt eine europäische Erhebung. Das allein macht schon die zugespitzte soziale Lage hierzulande deutlich. Dass aber ein Drittel der Menschen hierzulande Probleme hat, größere notwendige Reparaturen und Anschaffungen zu bezahlen, zeigt erst recht: Das soziale Netz hat immer größere Maschen.

Der EU-Durchschnitt zeigt noch trübere Zahlen an - was die Situation hierzulande nicht rosiger macht. Auch, dass sich die Lage in Deutschland seit 2008 kontinuierlich leicht verbessert hat, darf nicht dazu veranlassen, die Alarmglocken zu überhören. Denn auch die weiteren Zahlen sind besorgniserregend: Acht Prozent der Menschen können sich nicht einmal jeden zweiten Tag eine vollwertige Mahlzeit leisten. Das ist fatal. Denn Mangelernährung ist ein sicheres Anzeichen für Armut und ein gewichtiger Indikator für eine Verschlechterung der Situation in der Zukunft: Mangelernährung führt früher oder später zu gesundheitlichen Problemen, wodurch der Einzelne mehr Geld für Arzneimittel und Therapien ausgeben muss und schlechtere Jobaussichten hat. Das schadet letztlich auch der Gemeinschaft: Krankenkassen haben höhere Kosten, der Staat muss mehr Alimente zahlen. Die Moral? Es gilt, Armut abzufedern, solange es noch geht. Zuständig dafür ist der Staat.

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