Klimaschutzdeckel für Kohlekraftwerke

CO2-Emissionen sollen in den USA um 30 Prozent reduziert werden - Wirtschaft will die Pläne verhindern

  • Von John Dyer, Boston
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Die US-Umweltschutzbehörde will gegen Treibhausgase vorgehen. Betroffen wären in erster Linie Kohlekraftwerke, vielen droht das Aus. Die EPA-Pläne stellen die wichtigste klimapolitische Initiative der US-Regierung seit dem vor vier Jahren im US-Kongress gescheiteren Klimagesetz dar.

Barack Obama will die CO2-Emissionen in den USA drastisch reduzieren. Der Ausstoß soll bis 2030 um 30 Prozent verringert werden, verglichen mit dem Stand von 2005. »Bis jetzt gibt es überhaupt keine Grenzwerte darüber, wie viel Kohlenstoff von Kraftwerken in die Luft ausgestoßen werden kann, die wir atmen«, hatte der US-Präsident am Samstag in einer Radio- und Internetbotschaft erklärt. Von Obamas Maßnahmen sind in erster Linie die rund 600 Kohlekraftwerke des Landes betroffen, die 40 Prozent der CO2-Emissionen verursachen.

Die US-Umweltschutzbehörde EPA soll jeden Bundesstaat auffordern, Zielwerte für die Emissionsreduktion festzulegen. In diesem Rahmen dürfen Staaten Kohlekraftwerke schließen, deren Betreiber auffordern, auf Erdgas umzurüsten, oder sie dazu drängen, die CO2-Emissionen mit Hilfe technischer Maßnahmen zu reduzieren. Die Behörde will damit indirekt Solar- und Windkraftanlagen fördern sowie Anreize für den Ausba...


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