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Moskau fordert Hilfskorridor für Zivilisten

Gefechte in der Ostukraine

Moskau. Russland will einen Resolutionsentwurf zur Ukraine-Krise in den UN-Sicherheitsrat einbringen. Wie Außenminister Sergej Lawrow am Montag in Moskau mitteilte, verlangt Russland die Einrichtung eines »Hilfskorridors«, damit »friedliche Bürger« die umkämpften Gebiete in der Ostukraine verlassen können. Es müsse die Lieferung von Hilfsgütern ermöglicht werden. Er hoffe, dass die Resolution »aufgegriffen und sofort befolgt« werde, sagte der Minister. Russland beschuldigt die Führung in Kiew, bei ihrer Militäroffensive gegen die Genfer Konvention zum Schutz von Zivilisten in Kriegsgebieten zu verstoßen.

Die NATO und Russland sind über die Ukraine-Krise völlig uneins. Es gebe »grundlegend unterschiedliche Ansichten«, ließ NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen nach einem Treffen des NATO-Russland-Rates erklären.

Bei Gefechten von prorussischen Separatisten und Regierungseinheiten in der Ostukraine kam es in Lugansk zu neuem Blutvergießen. Bei einem Angriff auf die Zentrale der Grenztruppen seien mindestens sieben Soldaten verletzt worden, teilten die örtlichen Behörden mit. Auf der Gegenseite seien fünf Aufständische getötet und acht verletzt worden. Aus Slawjansk gab es Berichte über fünf verletzte Aufständische bei Schusswechseln.

Von den beiden verschleppten OSZE-Teams gab es keine Nachricht. Agenturen/nd

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