Johannes Hartl 03.06.2014 / Inland

Tödliches Ende der europäischen Asylpraxis

Muslim H. sollte nach Ungarn abgeschoben werden - es folgten Verzweiflungstaten und am Ende sein Tod

Vor rund einer Woche wurde ein Flüchtling in der JVA Landshut nach einem Angriff auf Mitarbeiter von Beamten überwältigt. Kurze Zeit später ist er an den Folgen gestorben. Sein Tod wirft Fragen auf.

Die Geschichte von Muslim H. ist eine Geschichte der Verzweiflung. Bevor der 28-jährige Mann aus dem ehemaligen Jugoslawien letztlich nach Deutschland gekommen ist, war der Flüchtling einige Zeit in Ungarn. Aufgrund der Asylpraxis in dem Land, die jüngst vom Ungarischen Helsinki Komitee aufgrund der miserablen Lebensbedingungen, einer unzureichenden Sozialversorgung und massenhaften und beinahe beliebigen Inhaftierungen Asylsuchender kritisiert wurde, reiste er mit dem Ziel Niederlande in die Bundesrepublik ein. Doch sein Wunsch, in die Niederlande zu gelangen, erfüllte sich nicht. Stattdessen erhielt er von der Staatsanwaltschaft Aurich 2013 einen Strafbefehl wegen »unerlaubter Einreise«, der eine Geldstrafe von 360 Euro oder eine 29-tägige Haft forderte. Als er Anfang dieses Jahres bei einer zweiten unerlaubten Einreise in der nähe des niederbayerischen Passau im Zug kontrolliert worden war, wurde er von der Polizei in Gewahrsam genommen und musste die fällige Strafe schließlich in der lokalen JVA antreten.

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