Wenige Ausländer lassen ihr Handwerk anerkennen

Potsdam. Die Handwerkskammern in Brandenburg erhalten kaum Anträge auf Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse. Von rund 120 Anträgen im vergangenen Jahr gingen 104 bei der Handwerkskammer Ostbrandenburg ein, wie Referentin Aleksandra Ziomko-Zmuda sagte. Ihre Kammer bearbeitet die Anträge aller polnischen Staatsbürger aus ganz Deutschland. Die Handwerkskammer Cottbus ist für die baltischen Länder zuständig. Nach Worten von Antje Feldmann, die dort für Handwerksrecht zuständig ist, sind im laufenden Jahr vier Anträge von Staatsbürgern baltischer Staaten eingegangen, keiner davon aus Südbrandenburg. Das Anerkennungsgesetz des Bundes ist am 1. April 2012 in Kraft getreten. Seither haben Migranten einen Rechtsanspruch darauf, dass ihr Berufsabschluss aus dem Heimatland innerhalb von drei Monaten überprüft wird. Ein Anerkennungsverfahren dauert ein bis zwei Monate und kostet zwischen 200 und 600 Euro. Es gebe allerdings eine günstigere Alternative. Die Handwerksordnung sieht für EU-Bürger die Möglichkeit einer Ausnahmebewilligung zur Eintragung in die Handwerksrolle vor. Das sei ein Grund für die wenigen Anträge auf Anerkennung, heißt es. dpa/nd

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