Familienfreundlicher Spagat

Das Bundeskabinett plant eine schnelle Reform des Elterngeldes / Für die LINKE ist dies ein überhasteter Entwurf

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: ca. 2.5 Min.

Eltern sollen nach der Geburt eines Kindes die Rückkehr in den Beruf künftig flexibler gestalten können. Das Bundeskabinett brachte am Mittwoch das Elterngeld-Plus auf den Weg.

Die von der schwarz-roten Koalition geplante Reform des Elterngeldes steht in einem engen Zusammenhang mit dem demografischen Wandel in Deutschland, deren Auswirkungen die Bundesregierung nach Kräften abzufedern versucht.

Beharrlich weigern sich die Deutschen nämlich, für ausreichend Nachwuchs zu sorgen, so dass Wirtschaft wie Sozialsysteme vor enormen Herausforderungen stehen. Die Politik will nun Anreize dafür schaffen, sich für Kinder zu entscheiden. Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) kündigte bereits kurz nach der Bundestagswahl im vergangenen Herbst die schnelle Reform des Elterngeldes an, um jungen Eltern die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern.

Das Bundeskabinett brachte nun am Mittwoch das grundlegend reformierte Elterngeld auf den Weg. Der Gesetzentwurf sieht vor, dass Mütter oder Väter künftig länger Elterngeld beziehen können, wenn sie nach der Geburt ihres Kindes in Teilzeit arbeit...


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