Frank Schmarsow aus Osterburg 06.06.2014 / Reise
nd-Lesergeschichten

Männer am Stammtisch

Der nasse Novemberwind pfiff durch die kahlen Zweige, trieb Laub und Papier durch die Gassen der Altstadt und drehte den Leuten die Regenschirme um. Bei «Mutter Suppengrün» in der gemütlichen Kneipe «Zum steifen Schorsch» im Viertel St. Georg war der Stammtisch an jenem Freitag wie immer gut besetzt. Für die acht Zecher so um die Fünfzig, die freitags zwischen 16 und 20 Uhr hier das Vorrecht haben - wie es das Schild «Hier sitzen immer die, die immer hier sitzen» ausweist -, war es gewissermaßen Selbstverpflichtung, während dieser Zeit anwesend zu sein.

Dann geschah eines Tages etwas, das Folgen haben sollte. Ewald, genannt der «Krauter», ein aufs Altenteil geschobener Gärtner, war eine Zeit lang ungewöhnlich ruhig und schüttete ebenso ungewöhnlich viel Schnaps in sich hinein, bis er nach einiger Überwindung das Wort ergriff, mit schon deutlich schwerer Zunge. «Leute, ihr glaubt ja gar nicht, wie seltsam das Leben manchmal so ...

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