Dieter Hanisch, Kiel 06.06.2014 / Politik

Schulprotest mit Heinrich Heine

In Schleswig-Holstein sollen im kommenden Schuljahr Lehrerstellen wegfallen - Schuldenbremse sei Dank

Der Geduldsfaden ist bei Eltern, Lehrkräften und Schülern gerissen: Die Stellenabbaupläne des Bildungsministerium in Schleswig-Holstein trieben mehr als 2000 Betroffene auf die Straße.

»Geld ist rund und rollt weg; Bildung bleibt.« In Kappeln und Satrup (Kreis Schleswig-Flensburg) beriefen sich die Protestierenden gegen den offenkundige Bildungsnotstand in Schleswig-Holstein am Mittwoch auf Heinrich Heine. Der Grund des Unmuts: Fürs kommende Schuljahr hatte Bildungsministerin Waltraud Wende (parteilos) einen landesweiten Stellenbesetzungsplan für eine 94-prozentige Unterrichtsauslastung angekündigt. Ein sechsprozentiges Minus im Sollplan bedeutet in der Ist-Bilanz etwa durch permanent auftretende Krankheitsfälle eine noch weitaus schlechtere Quote. Eine geradezu paradiesisch anmutende Unterrichtsversorgung wie in Bayern von über 110 Prozent ist im klammen Nord-Bundesland utopisch. Die geplanten Stellenstreichungen bei einem Unterrichtsausfall von bis zu 20 Prozent an einzelnen Schulen sind für die Gewerkschaft untragbar: Der GEW-Landesvorsitzende Matthias Heidn forderte die Landesregierung auf, von ihren Plänen Ab...

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