Hans-Gerd Öfinger, Wiesbaden 06.06.2014 / Politik

Andrang vor dem Gotteshaus

Tafel in Wiesbaden versorgt Menschen aller Altersklassen / Bundestreffen eröffnet

Mehr als zwei Millionen Menschen bekommen bundesweit gespendete Lebensmittel von den Tafeln. Nicht wenige auch in der hessischen Landeshauptstadt.

Auf den ersten Blick ist die evangelische Stephanuskirche am Elsässer Platz in Wiesbaden nicht als Gotteshaus erkennbar. Sie ist in einen Wohnblock mit schmuckloser Fassade aus den 1920er Jahren eingezwängt und liegt nur einen Steinwurf von der örtlichen Arbeitsagentur entfernt. Einen größeren Andrang als Gottesdienste hat hier die Wiesbadener Tafel, die an drei Tagen in der Woche Lebensmittel an Bedürftige austeilt. Zwar zählt das Rhein-Main-Gebiet im bundesweiten Vergleich zu den wohlhabenden Regionen mit hoher Kaufkraft. Mietspiegel und Immobilienpreise rangieren nicht weit hinter dem Niveau von Frankfurt, München oder Stuttgart. Doch auch in der Landeshauptstadt, die als mondäner Kurort im 19. Jahrhundert groß geworden war und von Behörden, Versicherungen und US-Army geprägt war und ist, nimmt die soziale Polarisierung und Armut zu. Sichtbares Zeichen der »Hochkonjunktur« für die Wiesbadener Tafel ist die Schlange, die den Warte...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, benötigen Sie ein entsprechendes Abo. Wenn Sie schon eins haben, loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo: