Florian Schmid 06.06.2014 / Kultur

Mord und Kiezaufwertung

Rob Alef hat einen ungewöhnlichen Berlin-Krimi verfasst

Bei diesem Titel könnte man fast eine zu einfach gestrickte Kapitalismuskritik vermuten. Dabei geht es in dem teilweise genialen Berlin-Krimi »Immer schön gierig bleiben« weniger um das Thema Gentrifizierung und polizeiliche Ermittlungen in der Friedrichshainer Politszene, wie im Klappentext des Buches steht. Vielmehr wird anhand der skurrilen Mordkommission, die den gewaltsamen Tod einer Immobilienmaklerin aufklären soll, ein ganzes Panoptikum Berliner Mieterbefindlichkeiten literarisch aufbereitet.

Der Chefermittler Pachulke hat eine derart umfängliche Plattensammlung, dass ihr Gewicht den Fußboden zum Einsturz zu bringen droht. Kommissar Bördensen haust mit seiner Familie in einem Loch und hat weder Zeit noch Geld, auf Wohnungssuche zu gehen, während er die gediegenen Räumlichkeiten der Maklerin nach möglichen Hinweisen auf den Mörder durchsucht. Kommissarin Zabriskie hat zwar das Glück, auf der Schöneberger Roten Insel in ...

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