Marina Mai 06.06.2014 / Berlin

Die Köpfe hinter den Anti-Heim-Initiativen

120 Adlershofer begrüßten 200 Flüchtlinge in ihrer neuen Unterkunft- doch auch Nazis waren gekommen

Viele Adlershofer schüttelten über die Rede des NPD-Landeschefs und die Parolen seiner Mannen nur den Kopf. »Spinner« seien das. Das zeigt: Die Nazimasche, Ängste der Bürger aufzunehmen, greift nicht immer.

Der Einzug der gut 200 Flüchtlinge in ein neues Asylbewerberheim in Adlershof wurde am Mittwochabend nicht nur von einer Solidaritätskundgebung von rund 120 Adlershofer Bürgern begleitet. Zeitgleich protestierten auch 20 Nazis gegen die neuen Nachbarn. »Nein zum Heim - wir stellen uns quer« stand auf ihrem Transparent. Zudem schwenkten stadtbekannte Nazis, die bereits in Hellersdorf gegen das Asylheim demonstriert hatten, Deutschland- und Berliner Fahnen. Auf die NPD-Fahne haben sie verzichtet. Das sollte ihnen wohl den Anstrich einer überparteilichen Bürgerinitiative geben. »Nein-Zum-Heim-Initiativen«, die in Treptow-Köpenick, Hellersdorf, Lichtenberg, Pankow und Neukölln existieren, geben sich gern den Anschein von Unparteilichkeit. Die Masche ist immer dieselbe: Die Akteure bleiben anonym und tun so, als würden sie Sorgen und Ängste von Anwohnern aufgreifen. Allerdings wird auf den entsprechenden Seiten unverhohlen Nazipropaganda...

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