Erdölförderung um jeden Preis

Umweltaktivistin Esperanza Martínez über die Ressourcenpolitik der Regierung Ecuadors

Esperanza Martínez ist eine der bekanntesten ecuadorianischen Umweltaktivistinnen. Seit 28 Jahren arbeitet sie für die Nichtregierungsorganisation Acción Ecólogica und unterstützt in diesem Rahmen aktuell die Jugendbewegung YASunidos. Sie kämpfen derzeit gemeinsam gegen die geplante Erdölförderung im Nationalpark Yasuní, nachdem die Yasuní-ITT-Initiative »Förderungsverzicht gegen Kompensation« im August von Präsident Rafael Correa für gescheitert erklärt wurde. Mit ihr sprach für »nd« Katharina Schwirkus.

nd: Wie kam es dazu, dass das ecuadorianische Umweltministerium Ende Mai die Genehmigung für die Erdölförderung der Felder Tambococha und Tiputini im Yasuní verabschiedete?
Martínez: Spätestens seit unsere Regierung die Yasuní-ITT-Initiative am 15. August 2013 aufgekündigt hat, macht sie sowohl öffentliche als auch geheime Schritte, um die Erdölförderung der Quellen Ishpingo, Tambococha und Tiputini (ITT) vorzubereiten. Unsere Regierung geht dabei strategisch vor, um einen riesigen Konflikt zu verhindern. Diesen könnte es aus mehreren Gründen geben. Zum einen haben wir eine Verfassung, die die Rechte der Natur und der Indigenen Völker schützt. Der Yasuní-Nationalpark ist ein hochsensibles Biosphärenreservat und gleichzeitig Territorium von Indigenen, die in freiwilliger Isolation leben. Zum anderen gibt es ein großes gesellschaftliches Bewusstsein für die Bewahrung des Yasuní.

Welchen Entscheidungsspielraum hat das Umweltmin...


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