ISIS rückt auf die Hauptstadt Bagdad vor

Radikale sunnitische Freischärlertruppe genießt die diskrete Unterstützung der arabischen Monarchien

  • Von Roland Etzel
  • Lesedauer: ca. 2.0 Min.

ISIS-Freischärler in Irak sind auf dem Vormarsch: Am Mittwoch fiel ihnen die Stadt Baidschi, auf halbem Weg zwischen Bagdad und Mossul, in die Hände. Bis zur Hauptstadt sind es noch 200 Kilometer.

Sie nennen sich selbst ISIS - Islamischer Staat in Irak und Syrien. Das ist eine recht offenherzige Bezeichnung dessen, was sie anstreben mit ihrem seit etwa drei Jahren laufenden Krieg, der sich von Guerilla-Aktionen zur inzwischen veritablen Feldschlacht entwickelt hat. Was sie nicht sagen, ist, dass sie als »islamisch« für ihren Herrschaftsbereich einzig die sunnitische Hauptrichtung des Islam gelten lassen wollen und das in einer ziemlich rigiden Auslegung.

Damit ist gleichzeitig das ISIS- Feindbild definiert: Es ist erstens die momentane irakische Regierung unter dem Schiiten Nuri al-Maliki; zweitens Syrien, das unter der Assad-Herrschaft gemessen an anderen Staaten der Region geradezu ein Hort der Religionsfreiheit ist oder besser: bis zum Ausbruch des dortigen Krieges war; drittens schließlich Iran, das einzige Land, in dem der Schiismus, die zweitgrößte Richtung des Islam, Staatsreligion ist und s...

Warum endet dieser Text denn jetzt schon? Mittendrin? Ich möchte den Artikel gerne weiterlesen!

Um den ganzen Artikel zu lesen, haben Sie folgende Möglichkeiten:


Haben Sie bereits ein Online- oder Kombi-Abo? Dann loggen Sie sich einfach ein. Wenn nicht, probieren Sie doch mal unser Digital-Mini-Abo:

Wenn Sie ein Abo haben, loggen Sie sich ein:

Mit einem Digital-, Digital-Mini- oder Kombi-Abo haben Sie, neben den anderen Abo-Vorteilen, Zugriff auf alle Artikel seit 1990.

Warum ist der Artikel so kurz?

Der Artikel ist in Wirklichkeit länger: 444 Wörter (2970 Zeichen).

Wenn Sie ein entsprechendes Abo gewählt haben, können Sie sich einloggen und den ganzen Artikel lesen. Und auch alle anderen Artikel seit 1990.

Wir stellen einen großen Teil unseres Angebots im Internet gratis zur Verfügung. Damit das finanzierbar bleibt, ist es wichtig, das viele Leute trotzdem bereit sind, für das Angebot zu bezahlen.

Alle Abo-Angebote

Foto: Zeitung, Smartphone, iPad und eine Tasse Kaffee

Bitte aktivieren Sie Cookies, um sich einloggen zu können.