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Streit um Skigebiet wird härter

Kritiker wollen Beschwerde gegen Gerichtsentscheid

München/Bayrischzell. Umweltverbände kämpfen weiter gerichtlich gegen den Ausbau des Skigebietes Sudelfeld. Der Deutsche Alpenverein (DAV) und der Bund Naturschutz in Bayern (BN) kündigten am Donnerstag Beschwerde gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts München ab, den Eilantrag der Naturschutzverbände auf sofortigen Baustopp abzuweisen.

Die Eilentscheidung hatte den Weg für die Fortsetzung der Bauarbeiten am Sudelfeld im Landkreis Miesbach frei gemacht. Dort soll ein riesiger Speichersee mit einem Fassungsvermögen von mehr als 150 000 Kubikmetern entstehen - für den Betrieb von 250 neuen Schneekanonen.

Die Verbände wollen die Beschwerde bis 18. Juni einreichen. Dann werde innerhalb weniger Wochen endgültig über einen vorläufigen Baustopp entschieden. Würde die Hauptverhandlung im Herbst abgewartet, wären bis dahin vollendete Tatsachen geschaffen, die kaum noch zurückzunehmen seien, erläuterten DAV und BN. Vor Ort werde schließlich mit Hochdruck gearbeitet.

Die Befürworter versprechen sich eine Aufwertung des Wintersports am Sudelfeld, Naturschützer sehen eine Verschandelung der Natur. »Wir sind überzeugt, dass der derzeit eingeschlagene Weg am Sudelfeld falsch ist und andere Signale für die Tourismusentwicklung in den bayerischen Alpen gesetzt werden müssen«, sagte Ludwig Wucherpfennig, Vizepräsident des DAV. Auch Hubert Weiger, Vorsitzender des BN, kritisiert das Wettrüsten mit Schneekanonen in Bayerns Skigebieten als sinnlos und kurzsichtig: »Die Dimensionen des Vorhabens am Sudelfeld sind der Höhepunkt einer langjährigen Fehlentwicklung.« Die Richter hatten ihre Entscheidung damit begründet, dass das öffentliche Interesse am Ausbau des Skigebiets überwiege. dpa/nd

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