Werbung

Ahoi im Rennsteigland

Thüringen will künftig mehr Wassertouristen anlocken und setzt auf die Saalekaskaden

Bei uns droht die ABOkalypse!

Wir brauchen zahlende Digitalleser/innen.

Unterstütze uns und überlasse die Informationsflanke nicht den Rechten!

Mach mit! Dein freiwilliger, regelmäßiger Beitrag:

Was soll das sein

Wir setzen ab sofort noch stärker auf die Einsicht der Leser*innen, dass linker Journalismus auch im Internet nicht gratis zu haben ist – mit unserer »sanften« nd-Zahlschranke.

Wir blenden einen Banner über jedem Artikel ein, verbunden mit der Aufforderung sich doch an der Finanzierung und Sicherstellung von unabhängigem linkem Journalismus zu beteiligen. Ein geeigneter Weg besonders für nd-Online-User, die kein Abo abschließen möchten, die Existenz des »nd« aber unterstützen wollen.

Sie können den zu zahlenden Betrag und die Laufzeit frei wählen - damit sichern Sie auch weiterhin linken Journalismus.

Aber: Für die Nutzung von ndPlus und E-Paper benötigen Sie ein reguläres Digitalabo.

Ein »Thüringer Meer« hat der Freistaat bereits mit den Saalekaskaden, dem größten Talsperrensystem Deutschlands. Nun soll es darum gehen, dieses Kleinod besser für den Tourismus zu nutzen.

Erfurt. Das Wanderland Thüringen mit großen Talsperren und Flüssen wie Saale und Werra setzt stärker auf Wassertourismus. »Wassernahe Urlaubsziele sind im Trend«, sagte Wirtschaftsminister Uwe Höhn (SPD) dieser Tage zur Vorstellung einer Studie in Erfurt. Thüringen mit 375 erschlossenen Flusskilometern sowie 172 Talsperren und Rückhaltebecken verfüge durchaus über ein erhebliches touristisches Potenzial.

Die Saalekaskaden mit Bleichloch- und Hohenwartetalsperre sind das größte Talsperrensystem Deutschlands. Mit einem Anteil von 1,2 Prozent Wasserfläche am Territorium werde Thüringen aber sicher kein reines Wassersportland, sagte Höhn. Mecklenburg-Vorpommern habe sechs Prozent. Rund 60 000 Urlauber und Einheimische zieht der Wassertourismus nach Schätzungen jährlich in Thüringen an, sagte Hartmut Rein von der BTE Tourismus- und Regionalberatung in Berlin, die das Gutachten im Auftrag des Ministeriums erarbeitete. Bisher werde Thüringen in Deutschland vorwiegend als Wanderregion gesehen.

Allein die Werra biete auf mehr als 200 Kilometern Wasserwanderern per Kanu und Floß gute Bedingungen. Im Saale-Gebiet sind es 110, auf der Unstrut 60 Kilometer. Es gebe rund 90 Anleger und 46 Rastplätze. Die Studie empfiehlt eine bessere Zusammenarbeit der Anbieter von Wasser- und Radtourismus, Wandern und Unterkünften. Umwelt- und Landschaftsschutz sollten ernst genommen werden.

Mit mehr als 20 Anbietern sind die Saalekaskaden das wichtigste wassertouristische Zentrum im Freistaat. Die Bleichlochtalsperre stehe wassertouristisch deutschlandweit an 5., die Hohenwartetalsperre an 12. Stelle. Der Schwerpunkt liegt auf Rudern, Bootsfahren und Angeln; Segeln und Surfen seien »eher rudimentär« ausgeprägt. Beim Ausbau der Fahrgastschifffahrt sollten Solarsysteme den Vorrang haben.

Der Freistaat Thüringen fördert auch die Entwicklung der Talsperre Zeulenroda, die aus der Trinkwasserversorgung herausgenommen wurde. Dort entstehen Promenadenweg und Funktionsgebäude am Strandbad. In den vergangenen elf Jahren hat das Bundesland nach eigenen Angaben 5,1 Millionen Euro für den Wassertourismus beigesteuert.

Derzeit steht jedoch der 23. Thüringer Wandertag im Juni im Vordergrund. In diesem Jahr wollen die die Organisatoren unter anderem zeigen, welche Trends in den vergangenen Jahren in diesen Volkssport Einzug gehalten haben. So werde es im Rahmen der Veranstaltung unter anderem eine Tour geben, auf der Wanderer Erfahrungen im Umgang mit Geocaching machen könnten, sagte Saalfelds Bürgermeister, Matthias Graul. Zudem werde es eine Nordic-Walking-Tour geben.

Der Thüringer Wandertag startet am 22. Juni in und um Saalfeld. Insgesamt sollen Besucher dann auf elf Wanderrouten sowie drei Spezialtouren unterwegs sein können. Die Thüringer Tourismus Gesellschaft (TTG) erwartet nach eigenen Angaben etwa 1000 Besucher zu diesem Tag.

Eine neuen Studie bekräftige, dass ein großer Teil der Deutschen regelmäßig wandern gehe, sagte Geschäftsführerin Bärbel Grönegres. Im Bundesdurchschnitt sähen sich mehr als zwei Drittel der Befragten als regelmäßige Wanderer. Für Thüringen liege der vergleichbare Wert sogar bei 80 Prozent. dpa/nd

ndPlus

Ein kleiner aber feiner Teil unseres Angebots steht nur Abonnenten in voller Länge zur Verfügung. Mit Ihrem Abo haben Sie Vollzugriff auf sämtliche Artikel seit 1990 und helfen mit, das Online-Angebot des nd mit so vielen frei verfügbaren Artikeln wie möglich finanziell zu sichern.

Testzugang sichern!