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Wowereit macht bei IHK auf gute Laune

Von Amtsmüdigkeit war am Montag beim Regierenden nichts zu spüren. Am 13. Jahrestag seiner Amtsübernahme zog Wowereit Bilanz, entwarf Pläne und räumte Probleme ein.

Der Regierungsarbeit von Rot-Schwarz gibt Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) zur Halbzeit »eine gute 2« - und auswechseln will er in seiner Senatsmannschaft bis zum Ende der Legislatur im Herbst 2016 auch niemanden. »In der zweiten Halbzeit des Senats wird die Mann-/Frauschaft gleichbleiben«, sagte Wowereit am Montag mit einem Augenzwinkern Richtung deutsche Fußball-Nationalmannschaft. Als Trainer sehe er sich nicht, sagte Wowereit auf eine entsprechende Frage beim Frühaufsteher-Frühstück der IHK Berlin. Obwohl er ja gerade gelernt habe, »dass viele Fußball-Trainer weit über 60 Jahre alt sind und man da lange arbeiten kann«. Seine Zukunft nach der Abgeordnetenhauswahl 2016 ließ Wowereit erneut offen.

Indirekt verriet der 60-Jährige aber doch etwas mit seiner Bemerkung, ausgewechselt werde keiner. Das bedeutet auch, dass der SPD-Politiker nicht daran denkt, vor 2016 das Regierungszepter an einen SPD-Kronprinzen weiterzugeben. Wowereit, der am Montag genau 13 Jahre im Amt war, zeigte sich vor den Unternehmern schlagfertig. Auf die Frage, was heute vor 13 Jahren war, sagte Wowereit: »Das war mein letzter Tag in Freiheit.«

Der Regierungschef zog eine positive Bilanz seines rot-schwarzen Senats. Berlin habe heute die niedrigste Arbeitslosenquote seit Jahren - »aber leider immer noch elf Prozent«). Außerdem prosperiere die Stadt wirtschaftlich mit Wachstumszahlen weit über dem bundesweiten Durchschnitt. Berlin sei Startup-Gründerzentrale, boome im Tourismus und baue konsequent Schulden ab.

Das »größte ungelöste Problem« sei weiterhin der Flughafen, räumte Wowereit ein. Auch der Wohnungsneubau müsse vorangetrieben werden, nachdem die Pläne auf dem Tempelhofer Feld am Nein der Bürger gescheitert sei. Das Votum nehme der Senat ernst. »Nun wird da 100 Prozent nichts gemacht«, betonte Wowereit. Bürgerbeteiligung dürfe aber nicht in Blockadepolitik ausarten. Berlin wachse pro Jahr um rund 50 000 Menschen. Für sie müssten Arbeitsplätze und Wohnraum geschaffen werden.

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